Kategorien:

Qualitätswesen
Referenzen


    





Das Induktionsverfahren

Unter physikalischer Induktion versteht man einen Vorgang, bei dem
in einem Körper oder einer Substanz durch einen äußeren Einfluss
eine Veränderung stattfindet.


Ausschnitt Fertigungsbereich

Das Härten mittels Induktion

Die Induktionshärtung dient der Steigerung der Verschleißfestigkeit
eines geeigneten Werkstoffes.

Zur Eignung bedarf es der elektrischen Leitfähigkeit sowie bei Stahl
eines Kohlenstoffanteils von mindestens 0.35 %.

Das zu härtende Material wird in einer Induktionsspule dem Einfluss
eines elektromagnetischen Wechselfeldes ausgesetzt, wodurch in ihm
ein elektrischer Wirbelstrom entsteht, welcher seine höchste Konzen-
tration an der Oberfläche hat. Es entsteht Wärme. Übersteigt die Temp-
eratur kohlenstoffhaltigen Eisens 723°C, so wandelt sich dessen Ge-
füge. Das kubisch-raumzentrische Ferritgitter verändert sich zu einem
kubisch-flächenzentrierten Austenitgitter, in dessen verwaister Würfel-
mitte sich ein Kohlenstoffatom einlagert. Fällt die Temperatur wieder
unter 723°C stellt sich der Ursprungszustand wieder her. Bei rascher
Abkühlung jedoch findet das Kohlenstoffatom keine Zeit, aus dem
Gitter zu entkommen. Es entsteht ein feinnadeliges, sehr hartes und
sprödes Gefüge namens Martensit.

Beim induktiv härten erwärmt sich das Werkstück nur in der Rand-
schicht auf Härtetemperatur. Die Einhärtetiefe ist abhängig von der
Durchlaufgeschwindigkeit des Werkstückes durch die Induktions-
spule sowie der Stromfrequenz. Prädestiniert sind vor allem dreh-
symmetrische Bauteile. Aber auch flache Teile und Kurven lassen sich
ohne Probleme mittels Induktion oberflächenhärten.

Durch die Herstellung eigener Spulen-, Brausen und Aufnahmevor-
richtungen im Haus können wir uns schnell auf neue Teile einrichten.



Beispiele induktiv gehärteter Teile


Video Firma Reutter Induktionshärterei >>